Migräne ist unsichtbar.
Du bist es nicht.
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Mehr als nur Kopfschmerz: Migräne verstehen
Der Deutsche Kopfschmerztag (5. September) und der Europäische Kopfschmerztag (12. September) rücken über 10 Millionen Betroffene in den Mittelpunkt. Migräne ist eine biologisch bedingte Funktionsstörung des Nervensystems – keine bloße Befindlichkeit.
Pulsierender Kopfschmerz
Meist einseitig, pochend und verstärkt sich bei alltäglicher körperlicher Aktivität.
Starke Begleitsymptome
Häufig begleitet von ausgeprägter Übelkeit, Appetitlosigkeit oder Erbrechen.
Reizüberflutung
Extreme Empfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen und mitunter Gerüchen.
Attackendauer
Unbehandelte Phasen dauern zwischen 4 und 72 Stunden an und erzwingen Ruhe.
Neurologische Aura
Bei ca. 15–20 % treten Sehstörungen (Flimmern, Lichtblitze) vor dem Kopfschmerz auf.
Migräne oder Spannungskopfschmerz?
Beantworte die 8 Fragen Schritt für Schritt, um deine Kopfschmerzsymptome besser einzuordnen:
1. Tritt der Kopfschmerz überwiegend einseitig, pulsierend oder stechend auf?
Pochende oder halbseitige Schmerzen sind ein charakteristisches Leitsymptom bei Migräne.
2. Reagierst du während der Kopfschmerzphase empfindlich auf Licht oder Geräusche?
Photophobie (Lichtscheu) und Phonophobie (Lärmempfindlichkeit) zwingen oft zum Rückzug in dunkle Räume.
3. Begleiten Übelkeit, Magenbeschwerden oder Erbrechen den Schmerz?
Magen-Darm-Symptome treten typischerweise bei Migräne auf, jedoch fast nie bei einfachem Spannungskopfschmerz.
4. Dauert eine typische Kopfschmerzphase zwischen 4 und 72 Stunden?
Die Dauer einer Attacke ohne wirksame Akuttherapie liegt meist in diesem typischen Zeitfenster.
5. Ist dein Alltag (Beruf, Familie, Freizeit) durch die Beschwerden stark eingeschränkt?
Migräne mindert die Arbeits- und Leistungsfähigkeit häufig massiv.
6. Verschlimmert sich der Schmerz bei leichter Bewegung (z. B. Treppensteigen)?
Während Bewegung bei Spannungskopfschmerz oft hilft, verschlechtert sie Migräneschmerzen meist drastisch.
7. Gibt es in deiner Familie (Eltern, Geschwister) bekannte Fälle von Migräne?
Migräne hat eine ausgeprägte genetische Komponente und tritt familiär gehäuft auf.
8. Traten deine ersten Kopfschmerzphasen bereits vor dem 30. Lebensjahr auf?
Die Erstmanifestation von Migräne erfolgt typischerweise im jungen Erwachsenenalter oder in der Pubertät.
Migräne in Zahlen
Migräne zählt zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen weltweit. Die Zahlen zeigen: Du bist mit deinen Beschwerden nicht allein.
Rund 12 % der Bevölkerung leiden unter wiederkehrender Migräne.
Hormonelle Schwankungen spielen eine wesentliche Trigger-Rolle.
Wertvolle Lebensqualität, die durch Schmerz verloren geht.
Meist tritt die Erkrankung in den aktivsten Lebensjahren auf.
Erste Schritte bei Verdacht auf Migräne
Klarheit schaffen und aktiv handeln mit diesen 4 Schritten
Symptome beobachten
Achte auf frühe Warnsignale wie Müdigkeit, Heißhunger oder Lichtempfindlichkeit vor den Schmerzen.
Kopfschmerztagebuch führen
Dokumentiere Schmerzstärke, Dauer, Einnahme von Schmerzmitteln und mögliche Trigger (Stress, Wetter).
Ärztliche Diagnose sichern
Lasse deine Symptome fachärztlich (Neurologie oder Schmerztherapie) abklären, um Klarheit zu gewinnen.
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Die 3 Säulen der Mikronährstoffversorgung
Bei Migräne besteht häufig ein spezifischer ernährungsmedizinischer Mehrbedarf. Diese drei Nährstoffe werden in den Migräne-Leitlinien der DGN aufgeführt:
Magnesium
600 mgVitamin B2
400 mgCoenzym Q10
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