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Migräne Antikörper

Eine Migräneattacke belastet immer im doppelten Sinne: Nicht nur ist da ein starker Schmerz, der uns schlagartig aus dem Hier und Jetzt reißt, sondern auch eine damit einhergehende Einschränkung, die uns beispielsweise davon abhält, Freunde zu treffen, den Alltag zu bewältigen oder für die Familie zu sorgen.

Migräne Ratgeber
Arzt redet mit Patientin, die sich den Kopf hält

Was ist eine Antikörpertherapie

Auf den ersten Blick scheint es fast zu schön, um wahr zu sein: Eine Spritze, mit der ein Antikörper verabreicht wird, der den Migräneauslöser stoppt. Aber immer der Reihe nach:

Zunächst wurde von der Forschung festgestellt, dass Migränepatient*innen einen erhöhten Wert des Eiweißstoffes CGRP (Calcitonin Gene-Related Peptide) besitzen.1 Das Protein wirkt gefäßerweiternd und ist daher maßgeblich an der Entzündungsreaktion bei Migräne beteiligt. 

Also wurden monoklonale Antikörper entwickelt, die sich entweder gegen das CGRP richten und es blockieren oder an den CGRP-Rezeptor binden und so ein Andocken von CGRP verhindern. In beiden Fällen wird dabei die Migräneattacke unterbunden.

Wie wurden die monoklonalen Antikörper getestet?

Was in der Theorie schon einmal vielversprechend klingt, muss allerdings auch einer entsprechenden Prüfung unterzogen werden. Um die Wirksamkeit des Antikörpers sicherzustellen, wurden Zulassungsstudien doppelblind und Placebo-kontrolliert durchgeführt.2 Eine Antikörperstudie galt dann als erfolgreich, wenn die Zahl der Migräneattacken pro Monat reduziert werden konnte. Die Dauer einer Antikörperstudie betrug zwischen drei und sechs Monaten.3

Ein Indikator für die Wirksamkeit eines Arzneimittels ist die sogenannte 50-Prozent-Responderrate: Wenn also bei mindestens der Hälfte der Patient*innen mittels Antikörpertherapie eine Migränereduktion beobachtet werden konnte, wird von einer wirksamen Therapie gesprochen. 

Wie erfolgversprechend ist eine Prophylaxe mit monoklonalen Antikörpern?

Inwiefern bei einer Antikörpertherapie von einem Erfolg im Kampf gegen Migräne gesprochen werden kann, ist aber nach wie vor nicht abschließend geklärt. Grund zur Hoffnung gibt eine solche Behandlung aber dennoch.

Zwar existieren Fälle, bei denen die Antikörperspritze wirkungslos blieb, allerdings sollte der Behandlungsversuch dennoch nicht als ergebnislos abgetan werden. Generell fallen Studien zu CGPR-Antikörpern gegen Migräne positiv aus. Proband*innen äußerten häufig eine gute Wirksam- und Verträglichkeit.4 Potenzielle Nebenwirkungen können dabei Übelkeit, Schwindel oder eine Rötung an der Einstichstelle der Spritze sein.

Übrigens: Die gesetzliche Krankenkasse kommt nur für die Therapie auf, wenn sämtliche andere Behandlungsmöglichkeiten (Betablocker, Flunarizin, Topiramat, Valproinsäure und Amitriptylin) bei den Betroffenen bereits ausgetestet und nicht vertragen wurden resp. nicht wirksam waren - oder wegen entgegenstehender Kontraindikationen und Warnhinweise.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zur Antikörpertherapie

Die Antikörper richten sich spezifisch gegen das migräneauslösende Neuropeptid CGRP und greifen damit einen für die Migräne zentralen Mechanismus an. Entweder wird dann das CGRP-Protein unschädlich gemacht oder der CGRP-Rezeptor blockiert. 

Eine gezielte und langfristig angelegte Migräneprophylaxe wird in den aktuellen Migräne-Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) empfohlen, sobald Sie unter mehr als drei Attacken pro Monat leiden. Klicken Sie hier um mehr über die unterschiedlichen Möglichkeiten der Migräneprophylaxe zu erfahren: Migräneprophylaxe

1: Totzeck, A./Diener, D.: „Migräne.“ In: Kopfschmerzen. Pathophysiologie – Klinik – Diagnostik – Therapie. Stuttgart: Georg Thieme Verlag KG 2016. S. 71.
2: https://www.der-niedergelassene-arzt.de/medizin/kategorie/neurologie-1/7-fragen-zur-migraeneprophylaxe-in-zeiten-der-cgrp-antikoerper (Stand 25.02.2022).
3: Details der Studien finden Sie hier: https://www.akdae.de/Arzneimitteltherapie/AVP/Artikel/2020-1-2/051h/index.php (Stand 25.02.2022).
4: Deutsche Gesellschaft für Neurologie e. V.: Antikörper gegen CGRP: die relative Revolution in der Migräneprophylaxe. Deutsche Gesellschaft für Neurologie. URL: https://dgn.org/presse/pressemitteilungen/antikoerper-gegen-cgrp-die-relative-revolution-in-der-migraeneprophylaxe/ (Stand 25.02.2022).

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Studien zeigen, dass Migränepatienten häufig niedrige Werte an Magnesium, Riboflavin und Coenzym Q10 aufweisen. Orthoexpert® setzt hier an und bietet mit Migravent eine spezialisierte Mikronährstoff-Kombination zum Diätmanagement bei Migräne. Migravent Classic ist eine durchdachte Ergänzung für den täglichen Bedarf an Magnesium und Riboflavin.

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