Migräne – Gibt es richtige und falsche Lebensmittel?

Migräne ist nicht gleich Migräne – und genauso verhält es sich auch bei den Auslösefaktoren, den sogenannten Triggern. Bei vielen Betroffenen besteht ein Zusammenhang zwischen Ernährung und Migräne, während es bei anderen keine Schwierigkeiten gibt. Bei ihnen können andere Faktoren eine größere Rolle spielen, wie z.B. Stress oder Wetterwechsel.

Pizza und Rotwein? Bei Migräne lieber nicht!

Bestimmte Lebensmittel können Kopfschmerzen triggern. Bekannt sind die klassischen „Übeltäter“ wie Rotwein, Käse oder Pizza. Aber wussten Sie auch, dass bestimmte Nahrungsmittel tatsächlich Migräne lindern können - und das ohne Nebenwirkungen?

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Dunkle Schokolade und Rotwein
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Dunkle Schokolade und Rotwein sind bekannte Migräne-Trigger

Mikronährstoffe für den Energiestoffwechsel im Gehirn

Lebensmittel, die reich an Magnesium, Kalzium, Coenyzm Q10, Vitamin B2 (Riboflavin), komplexen Kohlenhydraten und Ballaststoffen sind, können helfen, die Häufigkeit und Schwere von Migräne zu reduzieren. Auch Kräuter (frisch oder TK) wie etwa Petersilie und Schnittlauch spielen eine positive Rolle. Einzeln liefern diese Nahrungsmittel lebenswichtige Nährstoffe und Mikronährstoffe. Zusammen unterstützen sie die allgemeine neurologische Gesundheit, die es braucht, um Migräne zu überwinden. Im Fokus der Migränebehandlung stehen die drei Mikronährstoffe Magnesium, Vitamin B2 und Coenzym Q10.

Vitamin B2 steigert die Energiegewinnung der Mitochondrien (Kraftwerke der Zellen) und verbessert den Energiestoffwechsel im Gehirn. Es  befindet sich in Seefisch, Brokkoli, Kohl und Vollkornprodukten. Coenzym Q10 ist ein unverzichtbarer Baustein für den Zellstoffwechsel. In kleinen Mengen ist Q10 enthalten in grünem Gemüse, Blattsalaten, Fleisch und Fisch. Außerdem sollte man immer für volle Magnesiumspeicher im Körper sorgen, denn das Mineral wirkt entkrampfend und entspannend. Magnesiumquellen in der Nahrung sind Vollkornprodukte (Hirse, Amaranth, Roggen), Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, grünes Blattgemüse und Salate.

Frau mit Migräne, die auf ihre Ernährung achtet, sitzt am Tisch mit ihrem Mann und serviert das Essen.
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Bei Migräne sollten Sie auf Ihre Ernährung achten.

Essen Sie mehr von diesen Nahrungsmitteln:

  • Dunkelgrünes Gemüse (reich an Vitamin B2), am besten gedünstet. Probieren Sie je nach Saison Brokkoli, Spinat, Grünkohl und Weißkohl.
  • Karotten, Süßkartoffeln, gelber Kürbis - am besten gedünstet.
  • Frisches, einheimisches Obst wie Birnen, Kirschen und Pflaumen
  • Kartoffeln
  • Kräuter, Ingwer, Vanille
  • Milchprodukte wie Joghurt (Quelle für Vitamin B2 und Kalzium)
  • Lachs und Sardinen (Quellen von CoQ10 und Omega-3-Fettsäure)
  • Sesamsamen (reich an Magnesium)
  • Leinsamen (enthält Kalzium, stabilisiert den Hormonhaushalt)

Achtung bei diesen Nahrungsmitteln:

  • Fertiggerichte und Fast Food
  • Größere Mengen an histaminreichen Lebensmitteln wie gereifter Käse, Tomaten, Rotwein, Salami
  • Hefe-Produkte wie Brot oder Bier
  • Geräuchertes, gepökelte Wurst- und Fleischwaren
  • Eingelegte und fermentierte Produkte wie Sauerkraut
  • Weizenprodukte
  • Konserven

Achten Sie zudem auf Ihre individuellen Migräne-Auslöser, wie beispielsweise Schokolade, Zitrusfrüchte oder Süßigkeiten. Das Führen eines Ernährungstagebuchs über einige Wochen kann Ihnen helfen, den Auslösern noch besser auf die Spur zu kommen.

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